Mittwoch, 24. August 2011

Internet-Special zur Kommunalwahl

Unter dieser Überschrift preist die GZ ihre "wichtigen Informationen" zur Kommunalwahl auf der Seite "Leser-Forum" in der heutigen Ausgabe.
   Interessiert habe ich mir dieses "Special "angesehen und war gelinde gesagt mehr als erstaunt. Große Erwartungen darf man nicht haben. Nicht mal kleinere werden erfüllt.
   Da wird zunächst berichtet, dass am 11.09.2011 Kommunalwahl ist und dass nicht nur Räte, sondern in einigen Städten auch Bürger- und Oberbürgermeister gewählt werden - Donnerwetter, was für eine Neuigkeit! 
  Dann folgen Aufsätze
  • über die Wege in die Politik - zu spät, die Frist ist abgelaufen
  • Fehler bei der Listenaufstellung - Schnee von gestern
  • das Wahlrecht - 
    • wer wählen darf - Deutsche und EU-Bürger über 16, die im Wählerverzeichnis stehen. - Na, die werden natürlich inzwischen auch ohne GZ benachrichtigt worden sein,
    • wo gewählt wird - im Wahllokal oder per Briefwahl - was für eine Neuigkeit ! Ich dachte schon per SMS
    • wie gewählt wird - auf Stimmzetteln (!!!) je einer für die Wahl zum Kreis-, Stadt-, Gemeinderat und Oberbürgermeister - also doch noch keine Wahlcomputer !
    • Dass jeder drei Stimmen für jedes Gremium hat, für den OB aber nur eine.
  • Termine für Wahl-Stammtische
Glauben die Macher dieses "Specials" wirklich, mit dieser Plattform (Neu)-Wähler erreichen zu können? Ich schätze die User von Internetplattformen so clever ein, dass sie sich mit derartigen Banalitäten vera... vorkommen müssen.
   Es wäre hilfreicher gewesen, wenn die GZ ihre Leser sowohl über Internet als auch in gedruckter Form über die komplizierte Handhabung der Stimmverteilung aufklären würde, damit denen klar wird, dass sie keineswegs nur Parteien oder Gruppierungen wählen können, sondern bei Kommunalwahlen die einmalige Chance besitzen, nur Personen ihre Stimmen zu geben, die sie kennen und denen sie vertrauen, egal für welche Listenplätzen diese von ihren Parteien vorgesehen wurden, und zwar entweder alle drei einer oder aufgeteilt auf verschiedene Personen, sogar auf unterschiedlichen Listen.
   Das wäre mal ein Beitrag zur Stärkung des Wählerwillens. Damit meine Leser wissen, wovon ich rede, hier das "Wahl -Special" der GZ ,

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