Sonntag, 11. April 2021

Verantwortliche im Landkreis Goslar können aufatmen

 Verantwortliche im Landkreis Goslar können aufatmen

Die Verantwortlichen in den Verwaltungen des Landkreises Goslar können aufatmen. Der Kelch wird an ihnen vorübergehen. Sie brauchen sich nicht stärker zu engagieren. Ein „großer Verwaltungsaufwand“ (Abrahams) wird ihnen erspart bleiben. Die Inzidenzzahlen nähern sich nach Wochen der 100-ter Grenze. Damit ist die Gefahr gebannt, als mögliche Modellregionen einen „großen Verwaltungsaufwand“ zu betreiben, um eine Öffnungsstrategie für Handel und Gastronomie zu organisieren. Sie können sich weiter in ihren vor der Öffentlichkeit abgeschotteten Amtsstuben verschanzen und in Ruhe ein Ausrufen des Endes der Pandemie durch die Bundeskanzlerin abwarten. Die Bürgermeister und Amtsleiter sind ja auch nicht betroffen. Sie leben schließlich nicht von Kunden, sondern vom Staat.

PassGo - bringt eine App die Lösung?

 Gifhorn und Wolfsburg Vorreiter. Und Goslar?

PassGo - bringt eine App die Lösung?

Gifhorn und Wolfsburg gehen mit Corona-App PassGo an den Start, um eine digitale Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung zu schaffen. Zudem soll die App dabei helfen, das gesellschaftliche Leben zurückzubringen.

PassGo ermöglicht es, ein negatives Schnelltestergebnis auf dem Smartphone in Schulen, Geschäften, Friseuren, Veranstaltungen, Restaurants pp. vorzuweisen und damit Zutritt zu erhalten. Wie´s funktioniert, sehen Sie hier: Erst testen, dann nachverfolgen und im Video unten.

So machen das andere Landkreise

 So machen das andere Landkreise

Positive Erfahrungen mit kostenlosen Schnelltests im Kreis Böblingen

Im Kreis Böblingen werden seit dem 8. Februar kostenlose Schnelltests für alle Bewohner des Kreises angeboten. In der ersten Woche nahmen 2.500 Menschen dieses Angebot an.

Neben den 2.500 kostenlosen Schnelltests für die Menschen, die im Kreis Böblingen gemeldet sind, wurden 600 Tests für Angehörige von Heilberufen aus anderen Kreisen durchgeführt. 23 der insgesamt 3.100 Tests fielen positiv aus.

Und alles geht digital!

Mittwoch, 10. März 2021

Goslar: Landrat wartet auf Auftrag

Dem Landrat von Goslar fehlt nach eigenen Aussagen ein klar definierter Auftrag. Deshalb bleibt er untätig und baut keine Teststruktur auf, weil angeblich keine staatliche Infrastruktur geplant sei. 

Aber immerhin will er oder einer seiner Leute Gespräche führen, wie entsprechende Initiativen unterstützt werden können.

So steht es heute in der GZ und man fragt sich, ob man im falschen Film ist. Keinen Auftrag? Vom wem? Ist das Amt nicht Auftrag genug? Auftrag für das Wohlergehen der Bevölkerung, das Funktionieren der Wirtschaft, das Florieren des Handels und des Tourismus alles Erdenkliche zu tun.Wie wär´s denn mal mit "Machen"? Etwas machen, was über das Aufhängen von Maskenschildern auf menschenleeren Straßen und Plätzen und das Zählen von Infizierten hinausgeht.

Ein Blick nach Tübingen, Rostock oder Böblingen würde genügen, um sich seiner Verantwortung zu vergewissern.

Boris Palmer (ohne Auftrag):  
Testpflicht für Besucher

„Wer im eigenen Landkreis nicht einkaufen darf, ist in Tübingen willkommen, aber aufgefordert, sich vorher kostenlos testen zu lassen. Die drei Teststationen befinden sich am Rathaus, am Nonnenhaus und in der Karlstraße vor Zinser (rote Punkte)“. 
 
Heute ist im Rundblick Niedersachsen zu lesen, dass nach einer Allensbach-Umfrage inzwischen 63 Prozent der Niedersachsen
immer stärker an der Leistungsfähigkeit ihrer öffentlichen Verwaltung zweifeln und dass sie der Meinung sind, dass ihnen die Leistungen der Ämter nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Bei solchen Aussagen wie oben kein Wunder.
 
Und mit Blick auf den Handel sind von der Landesregierung in derselben Ausgabe der GZ auf der Niedersachsenseite auch nur Durchhaltephrasen zu hören. „Ich weiß, dass einige Kommunen enttäuscht sind", so die neue Sozialministerin Behrens und unser dauerlächelnder Landesvater meint: „Wir dürfen leider kein Risiko eingehen". 

Ich verstehe nicht, warum der Handel nicht dort auf die Barrikaden geht, wo die Inzidenzen niedrig sind, zumal in anderen Bundesländern nach regionalen Inzidenzen entschieden wird.

Aber immerhin kündigte Behrens an: Niedersachsen werde Tests flächendeckend ermöglichen. Wann, sagte sie nicht.

Und:  Die richtige Reaktion auf die Lage sei es jetzt, sich darüber Gedanken zu machen. wie man den Infektionsschutz verbessern könne. Die richtige Reaktion sei es "jetzt"? Wo lebt die denn, nach einem Jahr Pandemie?

Aber vielleicht ist das ja als Auftrag zu verstehen, sich jetzt Gedanken zu machen, wenn auch nicht klar definiert, welche…

Freitag, 12. Februar 2021

Jetzt kommt es vor Ort drauf an

 Jetzt kommt es vor Ort drauf an

Treffender als Katharina Witt kann man es kaum ausdrücken, die heute in der GZ wie folgt zitiert wird: Als Kapitän, inmitten eines Sturms mit meterhohen Wellen, kann ich doch nicht im Leuchtturm sitzen, mit dem Fernglas den Horizont nach Gefahrenquellen absuchen und Durchhalteparolen über Funk durchgeben“. 

Deshalb ist das Corona-Krisenmanagement im Landkreis Goslar, wenn es denn so etwas gibt, jetzt besonders gefordert.

Es reicht nicht mehr, Infektionszahlen zu zählen und nach Hannover zu melden. Jetzt heißt es, aktiv zu werden. Es muss schon mehr als verwundern, dass ausgerechnet während des Lockdowns die Infektionszahlen im Landkreis Goslar Rekordwerte erreichten und die Zahl der Corona-Toten explodierte, ohne dass sich irgendein Verantwortlicher öffentlich dazu geäußert hat und wirksame Gegenmaßnahmen erkennbar eingeleitet wurden

Nach den neuesten Beschlüssen kommt es jetzt auf die Regionen an wie´s weitergeht. Jetzt geht es darum, das Infektionsgeschehen aktiv zu bekämpfen, um dauerhaft eine Inzidenz von unter 35 pro 100.000 Einwohner, möglichst Richtung 10, zu erreichen. Und das wäre möglich, wenn es endlich gelänge, das Eindringen des Virus in die Alten- und Pflegeheime wirksam zu unterbinden. Ohne diese Infektionen hätte der Inzidenzwert höchstens bei 45 gelegen und würde aktuell etwa 20 betragen.

Denn davon hängt es jetzt ab, ob sich hier das Leben wieder in Richtung Normalität entwickeln kann.

Wo war / ist der Boris Palmer von Goslar?

Wo war/ist der Boris Palmer von Goslar?

Laut GZ kommt von Ortsfürsten der SPD harsche Kritik am Goslarer Winter-Krisenmanagement. Wie wäre es denn mal, harsche Kritik am Corona-Krisenmanagement des Landkreises Goslar und den Verantwortlichen in den Corona-Hotspots zu üben. Seit Monaten wird gefordert, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besonders vor Corona-Infektionen zu schützen. Hier vor Ort ist eine derartige Strategie nicht erkennbar.

Hier werden mehr als 50 Prozent aller Infektionen in diesen Einrichtungen festgestellt und während des Lockdowns sind 60 Personen verstorben, etwa doppelt so viele wie seit Beginn der Pandemie. 

Bis zum Lockdown waren die Inzidenzwerte im Landkreis Goslar unter 35/100.000 Einwohner und ohne die Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen in Seesen, Goslar, Langelsheim, Vienenburg und Harzburg, wäre das auch so geblieben. Doch trotz hartem Lockdown, schnellten die Zahlen in die Höhe. Spätestens da hätte ein vorausschauendes Krisenmanagement erkennen müssen, dass ein Lockdown eindeutig nicht ausreicht, um die Hochrisikogruppe zu schützen.

Gastronomie, Geschäfte und Schulen zu schließen, bringt Bewohnern von Pflegeheimen erstmal wenig, Die gehen da sowieso nicht hin. Entscheidend ist allein, dass das Virus nicht ins Heim kommt. Und zu deren Schutz, soweit erkennbar, wurde zu wenig getan. Wo war/ist der Boris Palmer von Goslar?