Zu GZ vom 28.08.2013: Stadt droht 2,5 Mio.-Einbruch bei der Gewerbesteuer
Ja, das stimmt. Der Lack ist ab. Die Frage ist nur, von
wem? Vom Zukunftsvertrag? Von dem, der frühzeitig
auf mögliche Turbulenzen
im Haushalt hinweist? Oder von dem, der als "Intervall-Redakteur"
nach wochenlanger Abstinenz nicht nur über "Öko-Nonsens" sondern auch mal wieder über
das Ratsgeschehen in Goslar berichten darf und dabei nichts Besseres zu tun
hat, als den OB süffisant
danach zu fragen, was ihn eigentlich von seinem Vorgänger unterscheide? Denn wer hämisch mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, auf den
weisen drei Finger zurück.
Und ich hatte schon geglaubt, die Zeit mit persönlichen
Verunglimpfungen in der GZ wären überwunden...
Hier kommentiere ich Nachrichten, Berichte und Meinungen der Goslarschen Zeitung zu insbesondere lokalen politischen Ereignissen. Die GZ hat das Meinungsmonopol in dieser Stadt. Daher können ihre Leser eine faire, unvoreingenommene und überparteiliche Berichterstattung erwarten. Diesen Anspruch möchte ich immer wieder ins Bewusstsein der Redakteure rufen, deren Beiträge ich kritisch begleite. Dies ist quasi die Seite für MEINE Leserbriefe, die ich so in der GZ niemals platzieren könnte !
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Mittwoch, 28. August 2013
Samstag, 3. August 2013
Alles Europa – auch im Harz
Logbuch von Andreas
Rietschel vom 03.08.2013 in der GZ
Herr Rietschel macht sich in seinem Samstagskommentar zu Recht sorgen um die kommende Wahlbeteiligung und versucht, das an drei Fehlern festzumachen.
Und Drittens gäbe es
genug Greifbares und Unterschiedliches in den Parteiprogrammen zur Steuer-,
Sozial-, Bildungs- Energie- und Beschäftigungspolitik.
Auch Herr Rietschel "vergisst" wie die meisten Medien Alternativen zur Euro-Politik.
Herr Rietschel macht sich in seinem Samstagskommentar zu Recht sorgen um die kommende Wahlbeteiligung und versucht, das an drei Fehlern festzumachen.
Der erste Fehler sei
seiner Meinung nach, dass die Politik selbst zur Entfremdung zwischen Politik
und Bürgern beitrüge. Das stimmt nur zur Hälfte. Er hat den Beitrag der Medien
vergessen. Die setzen Schwerpunkte in ihrer Berichterstattung, die an den wirklichen Problemen der Menschen vorbeigehen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wollen 87 % der Wähler, dass Politiker und Parteien IHRE Sorgen und Nöte ernst nehmen. Berichte über Menschenrechtsverletzungen
in Russland und China, Guantanamo, Schwulen- und Lesbenfestivals und Schwulenprobleme in Russland, Unruhen im Nahen Osten, der „Arabische
Frühling“, der keiner ist, Probleme in Israel und Palästina, alternativlose Euro-Rettungsversuche und deren Folgen, Euro Hawk, Snowden, NSA und andere
Geheimdienste, das Gerangel um KITA-Plätze und Betreuungsgeld pp, sind für die
Masse der Wähler „Politisch-Mediales-Gedöns“ für Wenige, das sie nicht die
Bohne interessiert und von dem sie sich gelangweilt abwenden.
Sie haben andere Sorgen
und die Nase voll von Euro-Phrasen und davon, dass für ihre realen Probleme ( marode Infrastruktur, Verwahlosung ganzer Wohnquartiere in Städten, Ausnutzung der Sozialsysteme durch Wirtschaftstouristen, Grenzkriminalität im Osten, Lebensmittelskandale, Lebensmittelvernichtung, Verbraucherschutz der seinen Namen verdient, Gewaltkriminalität, Abzocke durch Banken, pp) weder Politik noch Behörden eine Lösung anbieten und die hiesigen Missstände von Politikern und Medien ständig mit
übergeordneten Sachzwängen und Notwendigkeiten für das Wohl anderer in Europa
und anderswo zugekleistert werden. Nach Umfragen rangiert der Sinn für Solidarität
in der Wertigkeit der Deutschen ziemlich weit hinten.
Der zweite Fehler
sei, zu hohe Erwartungen an Politiker zu haben und fälschlicherweise zu glauben, dass nur
Menschen mit "egomaner Selbstverwirklichung und ohne Verantwortung für das
Gemeinwesen" ein Mandat in Europa dem Bund oder einem Land anstreben. So,
wirklich? Was soll denn der Wähler allein in Goslar davon halten, wenn ein
Stadtratsmitglied sein Mandat zurückgibt, unmittelbar nach dem feststand, dass
er nicht der Bundestagskandidat seiner Partei wird und dass ein anderer den
Vorsitz seiner Partei niederlegt, weil er nicht für die Landtagswahl nominiert
wurde? Ist das ein Zeichen von Verantwortungsbereitschaft für das Gemeinwesen
oder doch nur für die eigene Karriere? Zwei Beispiele aus dem überschaubaren
Goslar, die bundesweit sicherlich vervielfacht auftreten dürften.
Auch Herr Rietschel "vergisst" wie die meisten Medien Alternativen zur Euro-Politik.
Und das soll träge und satte Wähler an die Wahlurne locken?
- Steuerpolitik
50 % der Wähler zahlen keine oder kaum Steuern und für den Rest will die Opposition die Steuern erhöhen - Sozialpolitik
Sozialpolitik begünstigt Nichtwähler und belastet Wähler - Bildungspolitik
Für Single, Kinderlose bzw. Wähler mit fast erwachsenen Kindern ist die Bildungspolitik nicht oder nicht mehr vordringlich - Energiepolitik
Den Deutschen wird für eine wirkungslose ideologisch geprägte Energiepolitik Geld aus der Tasche gezogen, ohne das Deutschland auch nur ansatzweise das Weltklima beeinflussen könnte. - Beschäftigungspolitik
93 % der arbeitsfähigen Wähler haben einen Job und 87 % von ihnen sind damit zufrieden - Euro-Politik
Die Alternativen dazu werden von den agierenden Politikern aus Angst ignoriert und von den Medien systematisch kleingeredet oder totgeschwiegen, weil sie nicht in das links-sozialistische Weltbild einer Vielzahl von Redakteuren passen.
Die Deutschen sind
satt. Ihnen geht´s verhältnismäßig gut. 40 % sagen sich, ob ich wähle oder
nicht, es bleibt alles wie es ist. Also warum wählen?
Alles Europa - auch im Harz II
Und da wäre noch Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl.
Quisthoudt wer? Das ist der zuständige CDU Europaabgeordnete für Goslar. (Mist, so kann man sich irren. Ich habe erst jetzt gegoogelt. Der Name steht für eine Frau!) Sie, sowie Bernd Lange (SPD) Gesine Meißner (FDP) Rebecca Harms (Grüne) und Sabine Lösing (DIE LINKE) kennt vermutlich in Goslar kein Mensch. Zumindest hat sie keiner bewusst gewählt. Sie sind von irgendwelchen Funktionären vorn auf irgendwelche Listen gesetzt worden und vertreten nun die Region im Europaparlament, ohne dass auch nur ansatzweise jemand weiß, was sie dort die letzten Jahren für die Region geleistet haben. Und die soll man wählen?
Quisthoudt wer? Das ist der zuständige CDU Europaabgeordnete für Goslar. (Mist, so kann man sich irren. Ich habe erst jetzt gegoogelt. Der Name steht für eine Frau!) Sie, sowie Bernd Lange (SPD) Gesine Meißner (FDP) Rebecca Harms (Grüne) und Sabine Lösing (DIE LINKE) kennt vermutlich in Goslar kein Mensch. Zumindest hat sie keiner bewusst gewählt. Sie sind von irgendwelchen Funktionären vorn auf irgendwelche Listen gesetzt worden und vertreten nun die Region im Europaparlament, ohne dass auch nur ansatzweise jemand weiß, was sie dort die letzten Jahren für die Region geleistet haben. Und die soll man wählen?
Donnerstag, 27. Juni 2013
Bildung zahlt sich aus
Kommentar von Jens Gräber in der GZ vom 27.06.2013
Keine Frage, Bildung zahlt sich aus. Doch die Schlussfolgerung, die Jens Gräber in seinem Kommentar zieht, scheint nicht schlüssig zu sein. Wenn er meint, mehr Geld müsse her, um etwas im Bildungsystem zu ändern, so sollte man es vielmehr mal mit den Ergebnissen des neuseeländischen Pädagogen John Hattie versuchen, der uns Deutsche zu neuen Erkenntnissen bringen könnte.
Den Bildungsforscher Hattie treibt seit 20 Jahren die Frage um: Unter welchen Bedingungen lernen Kinder am Besten? Er wertete viele Einzelstudien aus, an denen 250 Millionen Kinder beteiligt waren. Laut "Stern" entwickelte er 138 Einzelfaktoren für gutes Lernen, die mit vielen lieb gewordenen Vorurteilen in der deutschen Pädagogenszene aufräumt: die Anzahl der Schüler einer Klasse, die finanzielle Ausstattung der Schule, Noten oder Sitzenbleiben - alles eher Nebensächlichkeiten. Stattdessen ist laut Hattie zentral für den Lernerfolg die Persönlichkeit und das Engagement des Lehrers, sein Charisma und die Fähigkeit zur Hinwendung zu seinen Schülern ausschlaggebend.
Was lehrt uns das? Wir brauchen nicht mehr Geld, sondern mehr engagierte, charismatische Lehrer und weniger Durchschnittspauker!
(Stern 24/2013 und John Hattie: "Lernen sichtbar machen")
Nachtrag 30.06.
Dazu passt nachfolgender Artikel, wonach offensichtlich in Schweinfurt Eltern geglaubt haben, für ihre Kinder, deren Leistungen zu schlecht waren, um an einer staatlichen Schule Abi zu machen, dieses an einer privaten Fachoberschule "kaufen" zu können, damit sich auch "Scheinbildung" auszahlt.
Schweinfurt: "Gesamter Jahrgang scheitert"
Keine Frage, Bildung zahlt sich aus. Doch die Schlussfolgerung, die Jens Gräber in seinem Kommentar zieht, scheint nicht schlüssig zu sein. Wenn er meint, mehr Geld müsse her, um etwas im Bildungsystem zu ändern, so sollte man es vielmehr mal mit den Ergebnissen des neuseeländischen Pädagogen John Hattie versuchen, der uns Deutsche zu neuen Erkenntnissen bringen könnte.
Den Bildungsforscher Hattie treibt seit 20 Jahren die Frage um: Unter welchen Bedingungen lernen Kinder am Besten? Er wertete viele Einzelstudien aus, an denen 250 Millionen Kinder beteiligt waren. Laut "Stern" entwickelte er 138 Einzelfaktoren für gutes Lernen, die mit vielen lieb gewordenen Vorurteilen in der deutschen Pädagogenszene aufräumt: die Anzahl der Schüler einer Klasse, die finanzielle Ausstattung der Schule, Noten oder Sitzenbleiben - alles eher Nebensächlichkeiten. Stattdessen ist laut Hattie zentral für den Lernerfolg die Persönlichkeit und das Engagement des Lehrers, sein Charisma und die Fähigkeit zur Hinwendung zu seinen Schülern ausschlaggebend.
Was lehrt uns das? Wir brauchen nicht mehr Geld, sondern mehr engagierte, charismatische Lehrer und weniger Durchschnittspauker!
(Stern 24/2013 und John Hattie: "Lernen sichtbar machen")
Nachtrag 30.06.
Dazu passt nachfolgender Artikel, wonach offensichtlich in Schweinfurt Eltern geglaubt haben, für ihre Kinder, deren Leistungen zu schlecht waren, um an einer staatlichen Schule Abi zu machen, dieses an einer privaten Fachoberschule "kaufen" zu können, damit sich auch "Scheinbildung" auszahlt.
Schweinfurt: "Gesamter Jahrgang scheitert"
Mittwoch, 26. Juni 2013
Herkunft für Schulerfolg entscheidend
GZ vom 25.06.2013 und am 27.06.: "Studenten kommen meist aus Akademikerfamilien"
Warum titelt man nicht gleich: „Bildungsbürger an den Pranger“? Wiedermal wird in den Medien und auch in der GZ mit einem anklagend tadelndem Grundton verbreitet, dass die Herkunft über den Schulerfolg der Kinder entscheidet. Man bekommt das Gefühl, dass „Bildungsbürger“ sich schämen müssten, weil sie sich bemühen, ihren Kindern und Enkeln frühkindlich die Grundlage für eine umfassende Geistes- und Herzensbildung zu vermitteln, um ihnen frühzeitig einen möglichst erfolgreichen Start ins Leben zu ebnen, ohne auf die Rücksicht zu nehmen, deren Umfeld dazu nicht gewillt oder in der Lage ist.
Seit Jahrzehnten zeichnet sich unser Bildungssystem dadurch aus, dass es ständig an die Leistungsschwachen angepasst und so Leistungsbereitschaft systematisch vernichtet wird (Klaus Hurrelmann, Jugendforscher Uni Bielefeld), anstatt endlich mit Macht dafür zu sorgen, deren Niveau zu verbessern, ohne das Leistungsniveau insgesamt ständig zu senken.
Das allerdings dürfte schwierig genug werden, da die Ursache für einen Bildungsnachteil von Kindern im wesentlichen im schlechten Bildungsstand der Eltern liegt und eine frühkindliche Bildung am Tag der Geburt, einige meinen sogar, am Tag der Zeugung, beginnt, so dass das "Eingreifen" des Staates viel zu spät kommt.
Das allerdings dürfte schwierig genug werden, da die Ursache für einen Bildungsnachteil von Kindern im wesentlichen im schlechten Bildungsstand der Eltern liegt und eine frühkindliche Bildung am Tag der Geburt, einige meinen sogar, am Tag der Zeugung, beginnt, so dass das "Eingreifen" des Staates viel zu spät kommt.
Wie weit wir gekommen sind, zeigt eine Studie des Germanistik Professors Wolfgang Steinig. Der ließ 40 Jahre lang immer wieder den gleichen 2-Minuten Film von Viertklässlern beschreiben und verglich sie miteinander. „Die Ergebnisse sind dramatisch“, sagt er.
- 1972 = 254 Schüler von 4 Schulen = auf 100 Wörter 6,94 Rechtschreibfehler
- 2002 = 276 Schüler von 5 Schulen = auf 100 Wörter 12,26 Rechtschreibfehler
- 2012 = 400 Schüler von 8 Schulen = auf 100 Wörter 16,89 Rechtschreibfehler
- 1972 auf 100 Wörter = 7,23 Fehler,
- 2012 auf 100 Wörter = 20,47 Fehler
Es muss auch nicht verwundern, dass in der Übersicht über
die Schulartenwechsler von „oben nach unten“ mit Bremen, Hessen, Berlin und
Niedersachsen die Bundesländer Spitzenpositionen einnehmen, in denen ständig am
Schulsystem herumgedoktert wird, in denen die Lernanforderungen ständig nivelliert
werden und in denen der Elternwille zur Bestimmung der Schulform hoch gehalten
wird.
Auch wenn es den links-sozialistischen Journalisten und
Politikern nicht gefällt: Es sind die Bildungsbürger, die, wenn sie sich denn
überhaupt für Kinder entscheiden, im wesentlich dazu beitragen, dass Nachwuchskräfte
heranwachsen, die das Auskommen zukünftiger Generationen sichern.
Aber wenn man dann die Schulentlassungsfotos in der GZ
sieht, wird einem schmerzlich klar, dass sich die veröffentlichten weiteren Bildungs-
und Berufswünsche in Goslar vermutlich nicht verwirklichen lassen werden, womit
die jährlichen Schulabgänger über kurz oder lang nur noch zu späteren Klassentreffen
in Goslar anzutreffen sein werden...
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