Donnerstag, 21. Mai 2026

Fake News in der GZ? Waren 800 Goslarer vor 85 Jahren bei der Eroberung Kretas wirklich dabei?

Fake News in der GZ?
Waren 800 Goslarer vor 85 Jahren bei der Eroberung Kretas wirklich dabei?
Da offensichtlich das aktuelle lokale Geschehen nicht mehr ausreicht, um die Lokalseiten der GZ zu füllen, hat sie sich seit einiger Zeit auf eine rückwärts gewandte Serienberichterstattung u.a. von Gastautoren verlegt.
Während der Gondelabsturz von Hahnenklee zumindest noch lokalen Bezug hatte, lässt die jüngste Serie, "Operation Merkur": Fast 800 Goslarer sind vor 85 Jahren dabei", und weiter: Heute vor 85 Jahren begann die "Operation Merkur: Die Deutsche Wehrmacht überfällt die Insel Kreta aus der Luft. Fasst 800 Gosleraner sind beim Himmelsfahrtkommando dabei, zunächst aufhorchen. Auch die heutige Überschrift: "Mehr als die Hälfte der Goslarer Soldaten stirbt." lässt Schlimmes erwarten.
Man stelle sich mal vor, was hier los gewesen wäre, wenn auf einen Schlag 400 Goslarer Söhne bei einer einzigen Militäraktion des 2. Weltkrieges gefallen wären. Hier würde nicht nur am Volkstrauertag der Gefallenen gedacht, sondern hier wäre ein "Kreta-Gedenktag" ins Leben gerufen worden.
Aber dem war natürlich nicht so. Die reißerischen Überschriften mussten her, um möglichst viele Leser für diese detailverliebte Kriegsberichtserstattung zu interessieren, deren einziger Bezug zu Goslar darin bestand, dass die aus ganz Deutschland betroffenen Soldaten auf dem Fliegerhorst stationiert waren.
Wenn überhaupt, dürfte  kaum ein Goslarer bei der Kreta-Luftlade-Invasion gestorben sein. Fake News? Aber doch nicht in der GZ.

Sonntag, 8. März 2026

Goslars größter Schandfleck

Dieser Beitrag hat nichts mit der GZ zu tun, aber ich nutze mal diese Plattform in der Hoffnung, dass Verantwortliche das lesen und wachgerüttelt werden.
Goslars größter Schandfleck
Letzte Woche hatte ich auswärtigen Besuch, dem ich ein wenig unsere Stadt näher bringen wollte. Beginnend am Breiten Tor, zeigte ich die alten Stadtbefestigungsanlagen entlang der Wallanlagen bis..., ja bis wir an den größten Schandfleck der Stadt kamen: Die verwahrlosten Gärten an den Wallanlagen kurz vor der St. Annenhöhe.
Wer fühlt sich eigentlich für diesen abschreckenden Bereich zuständig? Eine Erläuterungsstäle soll den Sinn der Wehranlagen verdeutlichen. Doch selbst im Herbst/Winter ist der Blick versperrt. Man sieht - nichts

Dann folgen, bis auf wenige Ausnahmen, die verwüsteten Gärten und am Zugang von der St.Annenhöhe aus der zynisch anmutende Hinweis auf die Wallanlagen als Grünanlage.
Und dieser Zustand existiert nich erst seit gestern, sondern schon seit vielen Jahren, ohne dass etwas zum Besseren geschieht. Wem gehören die Grundstücke? Sind sie Privateigentum? Wenn ja, welche Einwirkungsmöglichkeiten auf die Eigentümer gibt es? Wenn nein, könne Pachtverträge aufgelöst werden? 
Die Grundstücke gehören eingeebnet und sind als Grünanlagen in die Wallanlagen einzugliedern, damit die mit vielen Steuergeldern sanierten Befestigungsanlagen der Stadt für alle sicht- und erlebbar werden.